Lebe wohl Deutschland - Der Truppenabzug der Westgruppe der Truppen der russischen Föderation (1992-1994)

Die Veränderung, die der gesellschaftliche Umbruch in Mittel- und Osteuropa zu Beginn der 1990er Jahre bedeutete, brachte für die gewaltigste Fremdstreitmacht auf deutschem Boden - die GSSD | Gruppe der Sowjetischen Steitkräfte in Deutschland - das Ende ihrer jahrzehntenlangen Präsenz in der nun nicht mehr existenten Deutschen Demokratischen Republik.

 

Als Teil einer Gruppe von drei unabhängig voneinander agierenden deutschen Photographen war es auch Detlev Steinberg möglich, die Phase dieser beinahe abrupten Veränderungen auf beinahe intime Art und Weise, dabei sehr unmittelbar und offen in den sich durch den kontinuierlichen Abzug stetig weiter leerenden Militärstädtchen zu begleiten.

 

Die mit einer doppeläugigen Mittelformatkamera entstandenen Arbeiten zeigen bildlich und bildhaft die hohe Empathie des Photographen gegenüber den Porträtierten, deren individueller Situation und ihrem Umfeld.

 

Seine sensiblen Photographien vermögen so davon zu berichten, wie Einzelne als Teil der großen Bewegung standen und fühlten - das "Anonyme", der "unbekannte Soldat" somit durch den Blick des Photographen sein persönliches Erleben für den Betrachter nachempfindbar zu machen ermöglicht.

Auswahlarbeiten aus der Serie | Für eine bessere Darstellung bitte auf die Arbeiten klicken.